Wonach richten sich die Kosten für ein Immobiliengutachten?

Die genauen Kosten hängen unter anderem vom Verkehrswert der Immobilie und der Art der Immobilie (z.B. Einfamilienhaus oder Gewerbeimmobilie) ab.

Auch der Umfang des Wertgutachtens beeinflusst die Kosten. So ist beispielsweise ein Kurzgutachten viel günstiger als ein reguläres Verkehrswertgutachten nach § 194 BauGB  und ImmoWertV.

In vielen Fällen ist ein Kurzgutachten durchaus ausreichend für den Bewertungszweck und im Kosteninteresse der Beteiligten oftmals eine sinnvolle Alternative.

Zur Beantwortung der Frage „Was kostet ein Wertgutachten?“, ist eine individuelle Beratung die beste Möglichkeit. Jede Immobilie ist anders und auch die Zwecke, für die eine Immobilienbewertung notwendig sind, unterscheiden sich in vielfältiger Hinsicht.

Rufen Sie uns doch einfach für eine kostenlose Erstberatung unter der Nummer: 0231 / 975 888 63 an oder schreiben Sie uns.

Kosten für ausführliche Wertgutachten

Bei Wertermittlungen nach § 194 BauGB richtet sich das (Netto) Honorar für den Sachverständigen nach dem ermittelten Immobilien- oder Haus-Verkehrswert. Hier war die Honorartafel zu § 34 HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) bis vor kurzem maßgebend. Um weiterhin eine konstante Qualität zu gewährleisten, wird das Honorar weiterhin in Anlehnung an die HOAI berechnet.

Gerne unterbreiten wir Ihnen aber auch ein individuelles Angebot für ein Wertguthaben zu einem Festpreis.

Bei Gutachten für Gerichte allerdings kommt nur eine Entschädigung nach dem Gesetz über die Entschädigung von Zeugen und Sachverständigen in Frage.

§ 34 Wertermittlungen HOAI

Das Honorar richtet sich nach dem Wert der Grundstücke, Gebäude, anderen Bauwerke oder Rechte, der nach dem Zweck der Ermittlung zum Zeitpunkt der Wertermittlung festgestellt wird; bei unbebauten Grundstücken ist der Bodenwert maßgebend. Sind im Rahmen einer Wertermittlung mehrere der in Absatz 1 genannten Objekte zu bewerten, so ist das Honorar nach der Summe der ermittelten Werte der einzelnen Objekte zu berechnen.

Nach § 5a HOAI sind die zulässigen Mindest- und Höchstsätze für Zwischenstufen der in den Honorartafeln angegebenen anrechenbaren Kosten, Werte und Verrechnungseinheiten durch lineare Interpolation zu ermitteln. Die Honorartafel unterscheidet zwischen einer Normal- und einer Schwierigkeitsstufe.

Die Mindest- und Höchstsätze der Honorare für die Ermittlung des Wertes von Grundstücken, Gebäuden und anderen Bauwerken oder von Rechten an Grundstücken sind in der nachfolgenden Honorartafel festgesetzt.

Siehe: Gesetzliche Honorartafel zu § 34 Abs. 1 HOAI


Schwierigkeiten bei Immobilien Wertermittlungen

Diese können vorliegen bei Wertermittlungen…

  • für Erbbaurechte, Nießbrauchs- und Wohnrechte sowie sonstige Rechte
  • bei Umlegungen und Enteignungen
  • bei steuerlichen Bewertungen
  • bei Umlegungen und Enteignungen für unterschiedliche Nutzungsarten auf einem Grundstück
  • bei Berücksichtigung von Schadensgraden
  • bei besonderen Unfallgefahren, starkem Staub oder Schmutz
  • oder sonstigen nicht unerheblichen Erschwernissen

Bei Wertermittlungen, zu deren Durchführung der Auftragnehmer die erforderlichen Unterlagen beschaffen, überarbeiten oder anfertigen muss, z. B.

  • Beschaffung und Ergänzung der Grundstücks-, Grundbuch- und Katasterangaben
  • Feststellung der Roheinnahmen
  • Feststellung der Bewirtschaftungskosten
  • Örtliche Aufnahme von Bauten
  • Anfertigung von Systemskizzen nach Wahl
  • Ergänzung vorhandener Grundriss- und Schnittzeichnungen
  • bei Wertermittlungen für mehrere Stichtage, die im Einzelfall eine Auseinandersetzung mit Grundsatzfragen
  • der Wertermittlung und eine entsprechende schriftliche Begründung erfordern

Nebenkosten

Neben dem Honorar sind die anfallenden Nebenkosten und Auslagen in tatsächlich anfallender (gegen entsprechenden Nachweis) oder vereinbarter Höhe (ohne Nachweis) zu erstatten.


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So oder in ähnlicher Form wird aktuell häufig im Internet und in Werbebroschüren geworben. Sachverständigenverbände warnen jedoch vor derartigen Werbeanzeigen. Es soll häufig der Eindruck vermittelt werden, dass fundiertes Wissen für ein korrektes Gutachten vorliege, basierend auf Marktberichten offizieller Institutionen und verifizierter Daten abgeschlossener Kaufverträge. Dem ist in aller Regel jedoch nicht so. Insbesondere wird der Verkehrswert oder Marktwert nicht detailliert ermittelt (Bodenwert, Sachwert, Ertragswert und/oder Vergleichswert). Eine professionelle Wertermittlung sollte immer zwei Verfahren aufweisen (sogenanntes Zweisäulenprinzip), wobei grundsätzlich der Bodenwert separat ausgewiesen werden sollte und dann je nach Objektart, zwei Wertermittlungsverfahren angewendet werden.

Bei den kostenlosen Bewertungen geht es den Maklern im Normalfall um den im Anschluss erhofften Auftrag des Vertriebs. Oftmals ist ebenfalls eine Haftungsfrage nicht klar. Eine Immobilienbewertung ist in vielen Lebensbereichen gefragt: Betreuung, Erbschaften, Ehescheidungen, Kauf oder Verkauf. In diesen Fällen ist eine Bewertung Basis für eine (gerichtliche) Klärung. Ist die Bewertung nicht korrekt, kann dies fatale Folgen haben. Die Anbieter kostenfreier Bewertungen schließen häufig ihre Haftung gänzlich aus. Der Verbraucher steht daher häufig alleine dar. Zertifizierte Sachverständige werden auf besonders hohe Expertise geprüft. Zudem müssen Sie weisungsfrei und objektiv handeln und sind zur Fort- und Weiterbildung verpflichtet.